Romina Huber

Dem Tod entkommen - das Leben gefunden!

Dem Tod entkommen, das Leben gefunden!

Ich wuchs in chaotischen Familienverhältnissen auf, die auch Spuren in meinem Herzen hinterließen. Schon früh stellte ich mir die Frage, wer oder was bin ich, was macht meinen Wert aus? Im Alter von 13 Jahren rutschte ich in schwere Depressionen und in eine Essstörung. Ich schädigte meinen Körper massiv selbst. Von meinem Umfeld distanzierte ich mich immer mehr, sodass ich kaum noch Freude am Leben fand. Sehr bald wurde ich in eine Klinik eingewiesen, denn die Süchte hatten mich immer mehr im Griff. Während dieses Aufenthaltes hatte ich meine erste Begegnung mit Gott, auf Grund von einem christlichen Buch und einer Mitpatientin. Ich beschäftigte mich eine Zeit lang mit dem Thema „Glauben“, doch meine Süchte konnte ich nicht loslassen. Ein Jahr später besuchte ich das erste Mal eine Gemeinde in München und war von der Gegenwart Gottes extrem berührt. Das was die Menschen dort erlebten, was sie ausstrahlten, das wollte ich auch erleben! Dennoch habe ich mich nicht von ganzem Herzen Jesus anvertraut, sodass ich weiter in meine Süchte gerutscht bin. Es kamen Angststörungen, Zwänge und eine Tavor-Abhängigkeit hinzu. Ich war innerhalb kurzer Zeit in neun verschiedenen Kliniken gewesen und einmal wurde ich sogar gerichtlich Zwangs eingewiesen. Ich verabschiedete mich immer mehr von meinem Leben; schon lange habe ich keine Hoffnung und keinen Sinn mehr gesehen.

Eines Abends, als ich allein in meiner Wohnung war, hatte ich einen sehr starken Nervenzusammenbruch, der zu einer Kurzschlussreaktion führte.

Ich wollte mir das Leben nehmen.

Mit einem Krankenwagen kam ich auf die Intensivstation, bis heute erinnere ich nur noch sehr wenig an dieses Ereignis.

Doch an eines erinnere ich mich bis heute sehr gut: Ich hatte im Krankenhaus, auf der Intensivstation, einen Traum (oder ähnlichen Zustand), ich habe in diesem Traum nicht viel gesehen, es war alles sehr verzerrt und „farbenfroh“, nur eine Stimme, die zu mir sprach: Romina, fang an zu leben!

Ich bin anschließend aufgewacht und mein erster Gedanke war: Ich muss anfangen zu leben, das war meine zweite Chance!

Die Ärzte haben mich als aus-therapiert erklärt, ich sollte in eine Wohngemeinschaft ziehen, denn allein würde ich niemals überleben.

Doch das kam für mich nicht in Frage. Wenn ich leben soll, dann muss mir Gott auch helfen. Ich betete zu Gott, er soll mich von allem heilen, von allen Krankheiten (und es waren inzwischen fünf Diagnosen) und ich werde mich ihm komplett anvertrauen, ich werde nach seinem Willen leben und das umsetzen, was er für mein Leben vorgesehen hat. Ich setzte Gott eine Frist: ich gab ihm ein halbes Jahr, um mich zu verändern, meine Krankheiten zu heilen und sich in meinem Leben „spürbar“ und erfahrbar zu machen. Länger als ein halbes Jahr hätte ich das in meinem Zustand nicht mehr geschafft, doch ein halbes Jahr war ein guter Plan. In diesem halben Jahr erwachte ich mehr und mehr zum Leben und erlebte immer mehr SEINE Liebe. Wenn meine Süchte mich verführen wollten, dann habe ich trotzdem versucht weiter an seinen Zusagen festzuhalten. Besonders in meinen täglichen Gebetsausritten mit meinem Pferd erlebte ich eine starke Beziehung und Nähe zu Gott. ER zeigte mir Visionen und Gedanken über mein Leben auf, die mich mehr und mehr ermutigten.

In dem halben Jahr habe ich 20 kg zugenommen und alle Krankheiten sind verschwunden. Bis heute habe ich kein Verlangen nach den Süchten, keine traurigen Gedanken oder Angststörungen. Ich bin bis heute frei von der Magersucht und von jeglichen Süchten, obwohl schwarz auf weiß dokumentiert wurde, dass es aus medizinischer Sicht für mich wenig Hoffnung gibt.

Jesus heilt noch heute! Davon bin ich überzeugt! Ich war anfangs sehr kleingläubig und vertraute ihm nur ein wenig. Doch als ich den ersten Schritt machte und ihm mein ganzes Herz gab, machte er die restlichen Schritte auf mich zu und Tag für Tag wurde mein Leben erfüllt mit Heilung und tiefer Dankbarkeit. Aus mir ist ein völlig neue Person geworden: die frühere Romina, die oft negativ eingestimmt war und das Leben nicht wertgeschätzt hat, die gibt es nicht mehr! Heute lebe ich in tiefer Dankbarkeit und mit Liebe zu unserem Himmlischen Vater. Besonders Menschen, die Ähnliches durchmachen, liegen mir persönlich sehr am Herzen. Denn wer mit psychischen Krankheiten kämpft, wird oft als „hoffnungslos“ abgestempelt.

Doch Jesus liebt dich, wir geben ihn nur zu selten die Chance, dass er auch eingreifen darf. Jeder Mensch hat einen freien Willen und so wie ich mich damals aktiv für den Tod entschieden hatte, entscheide ich mich heute aktiv für das Leben und die Ewigkeit im Himmel. Der Glaube ist auch der Grund, warum wir in der Familie eine andere Beziehung pflegen. Jesus ist der Mittelpunkt und heute kann ich meine Vergangenheit in seinen Händen lassen, denn er macht alles neu!


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