Irene Cunsolo-Hauptmann

In dunklen Stunden von Jesus durchgetragen

Wort des Lebens (WDL) ist ein Missionswerk am Starnberger See südlich von München, ich habe mit meiner Familie ca 5 km entfernt gelebt, meine Eltern hatten eine Gastwirtschaft mit Pension. 1967 (mein Geburtsjahr) suchte das WDL Quartett eine Möglichkeit eine Jugendarbeit in Deutschland aufzubauen, sie waren schon 2 Jahre unterwegs, nachdem sie mit einem eindeutigen Ruf nach Deutschland aus Kanada mit dem Schiff kamen. Sie besuchten das Schloß und übernachteten zu diesem Zweck in unserem Gasthaus. Mir wurde in 2019 erzählt,daß sie damals ein Baby weinen hörten und in das Zimmer gingen wo das Baby lag und über mir beteten. (ich weiß von meiner Mutter, dass ich alle 4 Stunden gefüttert wurde und sonst allein im 1. Stock lag – das war damals so üblich, man wußte es nicht besser) . Nach ca 17Jahren kam ich durch verschiedene wundersame Umstände (Gott hatte viele Hebel bis dahin in Bewegung gesetzt) zu einer WDL Freizeit, das Schloss mit Burg war mittlerweile eine beliebte Freizeitstätte geworden, und bekehrte mich bei einer Evangelisation. Heute darf ich durch Gottes Gnade 10 Gehminuten davon entfernt wohnen und wiederum die Mitarbeiter mit meinem Mann zusammen unterstützen, wir sind gespannt wie Gott noch Geschichte mit WDL und uns schreiben wird.

Meine Geschichte klingt geradlinig, doch so war mein Leben nicht immer, man könnte meinen nach der Entscheidung für Jesus zu leben, wäre alles so toll weiter gelaufen, nach dem Motto „und sie lebte froh und glücklich bis an ihr Lebensende“. Es kamen noch viele Schwierigkeiten und Bewährungsproben: Ausbildung zur Krankenschwester, Ehe, Zwillinge (Behinderung eines Kindes), Scheidung, finanzieller Engpass, allein erziehend über 10 Jahre, 2. Ehe… in allem habe ich in guten und in schlechten Zeiten erlebt, was Jesus versprochen hat  „ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ .  Gerade in den dunkelsten Stunden stand er mir bei, mit Bibelversen,die mich aufgefangen und durchgetragen haben, ja mitten ins Herz trafen, weil sie meine Situation ganz genau beschrieben haben. Oft war ich auch sehr weit entfernt von der Liebe Gottes, Er hat mich dennoch nicht vergessen. Heute darf ich all den Segen,den ich erlebt habe an meine Umgebung weitergeben und kann buchstäblich sagen, dass Jesus tatsächlich der „Gute Hirte“ ist :Jesaja 40, Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.

Psalm 40,3:

Er zog mich aus der grausigen Grube,

aus lauter Schmutz und Schlamm,

und stellte meine Füße auf einen Fels,

dass ich sicher treten kann;


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